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Wir labern ja auch manchmal leere Worte...

...aber was die bundesdeutsche Sozialdemokratie da kostenrückerstattungstauglich als teuer gestylte Europawahlkampagne aufgezogen hat (Fön meets Haifisch) ist echt ein inhaltliches wie intellektuelles Armutszeugnis. Oder, um das Kleingedruckte in unten stehenden Alternativplakaten zu zitieren:

"Liebe Sozen,
Eure Kampagne ist echt das Letzte:
nicht witzig, inhaltslos und kein bisschen selbstkritisch, geschweige denn sozial oder demokratisch. Ihr seid echt keinen Deut besser als die anderen Idioten. Geht doch einfach mal wieder zum Scheißen in den Wald..."

 




Zum Wände tapezieren hier auch in groß:


Wir wünschen eine besinnliche Adventszeit...


mehr dazu hier...

 

...oder hier...

 

...und what the f*ck hat dann das damit zu tun?!

Zitat:

" Lieber Herr Schäuble,

[...] Es gehört zu Ihren Anliegen, Orientierungen, die aus dem Glauben erwachsen, in der Partei zum Tragen zu bringen. Dies ist aus meiner Sicht eine der bleibend großen Herausforderungen für die Zukunft der CDU.

Besonders gerne erinnere ich mich an ein längeres Abendgespräch in Baden-Baden im Februar 1999, das ich heute noch wegweisend empfinde. Die Zukunftsvisionen, die wir beide dort entwickelt haben, verdienen es, dass wir uns weiterhin für ihre Verwirklichung einsetzen.

Ich hoffe und wünsche, dass Sie auch in Zukunft mit der Ihnen eigenen Tatkraft Politik und Gesellschaft in maßgeblicher Form mitgestalten werden. [...]

Mit einem herzlichen Vergelt's Gott für Ihren bisher geleisteten, hohen persönlichen Einsatz und der Vorfreude auf unser nächstes Wiedersehen bin ich

Ihr Bischof Karl Lehmann"

 

 

 




Titelbild von Schäubles Homepage: Big Brother is watching you...


Deutschland. Ein Mißverständnis?


ein bescheidener Beitrag zur Mega-Teuro-Kampagne von Springer, Gruner und Co.

"...so'n Plakat kannste doch echt nicht bringen!"

"Doch..."

grade nochmal drübergesurft: über die Homepage der 30 Mio € schweren “DuBistDeutschland”-Kampagne, mit der uns die etablierten Massenmedien (allen voran Axel Springer, Stern und Spiegel, Sat1Prosieben in seltener Eintracht) ein bisschen aufmuntern wollen in unserem täglichen Elend. Klasse Idee, das, vielleicht ‘n büschen teuer vom Konzept her, aber sehr stylish. Haben sich ja auch echte Werbeprofis dahintergesetzt. Danke! DANKE!

Ein “Ruck” soll also mal wieder durch die Republik gehen, ein Vorwärts ohne Blick zurück. Wie in Deutschland üblich, ruckt sichs am besten mit einer gesunden Portion Patriotismus. Und der nimmt bei dieser hochsubventionierten Kampagne Ausmasse an, da könnte man schon wieder kotzen gehen: Durch Unmengen von scheinheiligem “Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kanns”-Pathos, gepaart mit ein paar Brocken Chaostheorie, die offensichtlich direkt aus dem PM-Magazin geklaut sind (Schmetterling -> Wirbelsturm und so weiter) wird deutlich die Ideologie sichtbar, die diese Kampagne postuliert und in ihrem Manifest auch offen vertritt:

Ein kruder Mischmasch aus massenmedial kanalisiertem Pseudo-Individualistentum, das angeblich stets das Gemeinwohl vor Augen hat, wird da propagiert, verkündet in einem sprachlich/bildlichen Duktus, der sich irgendwo zwischen Scientology und Leni Riefenstahl anzusiedeln versucht: Dein Wille ist wie Feuer, du bist 82 Millionen, du bist die Hand, die sich schmutzig macht, flieg los und reisse Bäume aus - zum Wohl der Allgemeinheit, wohlgemerkt. Die armen Bäume.

Menschen ohne Arbeitsstelle sind in der Kampagne offensichtlich nicht vorgesehen. Wie soll man auch “den Laden zusammenhalten”, wenn der Laden einen schon vor zwei Jahren effektiv rausgeschmissen hat? Achso, wer sonst nix zu tun hat kann immer noch ins Stadion und dortselbst in der fahnenschwenkenden Masse auf-gehen.

Am ergötzlichsten sind noch die in der Galerie aufgeführten Einzelstatements (zum Teil aus vorgefertigten Textbausteinen zusammengesetzt, aber sei’s drum) mit Bildnis des jeweiligen Verfassers. Was soll man sagen, gehet hin und sehet selbst, und findet hoffentlich zum selben Schluss wie der Verfasser dieser Zeilen: dieses Deutschland, das sich da in all seiner Erbärmlichkeit präsentiert, will ich ganz gewiss nicht sein. Eigentlich will ich überhaupt kein Deutschland sein, normalerweise reicht es mir, ich selbst sein zu dürfen, vielen Dank…

…und ich bin zwei Öltanks.


...and now for something completely different...

fehlfarben. monarchie und alltag. wo haben wir uns hin verirrt. erschreckend.

bei käse und wein planen wir die revolution, in der grausamen geborgenheit unseres wissens darum, dass diese nicht eintreffen wird.

wer erschoss buback. ich war damals noch ein kind.

nicht im letzten jahrhundert, nicht in diesem.

während ich zeichen um zeichen kodiere, LESEN sie mit. gruss an die überwachungsguerilla.

maitage im einundzwanzigsten jahrhundert. neben mir die ausdrucke - mein haus, mein auto mein hund.

per definition haben wir uns auf eine ausserplanetarische umlaufbahn katapultiert. in den niederungen des täglichen daseinskampfes wildern wir uns nur noch unsere ideologien zusammen.

das world wide web macht uns zu teilnehmern globaler teilnahmslosigkeit. desinteressiert am überleben von dir und mir eigenzitat ende. die weichen sind gestellt, von anderen, die vor uns da waren, sind, immer vor uns da sein werden. aber keiner zwingt dich, zug zu fahren. dachte ich mal, lange. ist reiner selbstbetrug.

es kommt die zeit der rebellion, es geht die zeit der rebellion.

tick. tack.

morgen werden sie wieder marschieren bis alles in scherben fällt. neues glas aus alten scherben, ironie ende. muss man ja nicht explizit erwähnen. ich wette gegen mich selbst - lichtenberg - und finde de la bruyere: anfang und ende einer liebe. was für ein bullshit. mein leben findet im rollstuhl statt. hab es selbst so gewählt. habe ich? der tag hat vierundzwanzig stunden. zuwenig.

daheim - in afrika - sterben die leut.

meanwhile, at a local barber shop. barracus weigert sich: ich steige in kein verdammtes flugzeug. sie kriegen ihn immer wieder dran.

wirres zeug. wirres zeug. wirr.

den schädel auf die tastatur gebettet schlafe ich ein.

Dienstag, 22.12.2037
- 22:00: Seniorenresidenz Römerkastell, Denkendorf,