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taugenix 06/2008

KOOBKO – BROT & SPIELE (Eigenproduktion)

Fast jeder kennt das - Dicker Kopf oder sonstige Wehwehchen, Scherzmittel eingeklinkt, nichts passiert. Anstatt sofort zu wirken, lässt sich die Tablette mindestens eine halbe Stunde Zeit, bevor sie mit der Verrichtung ihres Jobs beginnt.

Ähnlich ging es mir auch beim ersten Durchlauf von KOOBKO. Empfand ich die Songs anfangs noch als durchschnittlichen Punkrock, so zeigten sie in der zweiten halben Stunde und mit dem zweiten Durchlauf schon leichte Wirkung.

Und spätestens nach dem dritten Durchlauf kann man dann verkünden, dass es sich bei “Brot & Spiele“ um ein bodenständiges, fix gespieltes Album handelt, dass Rundumschläge am laufenden Band verteilt, und versucht eine große textliche Bandbreite der Geschmäcker abzudecken. Diese reicht von politischen und sozialkritischen, bis hin zu lustigen und kuriosen Lyrics. Auch vor Diebstahl schrecken die vier selbsternannten “musikalisch-autonomen Dorfguerilleros“ nicht zurück und präsentieren als fette Beute zusätzlich noch ein paar Covertracks.

Songs wie “Kikeriki“ oder “Der Logorant“ treffen zwar nicht unbedingt meinen persönlichen Geschmack, aber so Granaten wie “Widerstand“ oder Lebenslänglich Deutschland“ gleichen das überzeugend wieder aus.

Wer von sich behauptet Deutschpunker durch und durch zu sein, der sollte KOOBKO und ihrem Pippilottapunkrock [...] ein Ohr leihen. Spike


NTZ, 23.02.2005

Deutschland sucht den Superstar" - CD-Release-Party mit „Koobko“ im Wendlinger Jugendhaus Zentrum Neuffenstraße

WENDLINGEN. „Musik machen wir, weil es Spaß macht“ sagen die vier von der Wendlinger Band „Koobko“. Einer gepflegten Anzahl von Auftritten in der Umgebung und in Konstanz folgt nun als Konsequenz eine CD, damit man sich „Koobko“ auch mit nach Hause nehmen kann.

Die Wendlinger Band spielt seit 2001 zusammen. In der aktuellen Besetzung mit Thomas Schuh an der Gitarre, seinem Bruder Matthias Schuh an der zweiten Gitarre, Markus Fischer am Bass und Jan Block am Schlagzeug gibt es sie seit dem letzten Jahr.

Nun haben die vier eine CD selbst produziert, die sie im Eigenvertrieb vermarkten. Zur Präsentation der Scheibe gab es ein gut geschnürtes Fan-Paket mit CD, DVD, T-Shirt, Flaschenöffner und Aufkleber. Geschnürt wurde das Paket an einem Wochenende auf einer Hütte im österreichischen Dalaas. Daher auch der Name „Hüddn-Dreck“, der sich beim näheren Hinsehen als gleichlautend mit Hidden Track, also verborgenes Musikstück, erweist. Nähere Einblicke in die Zustände bei den Aufnahmen liefert die DVD.[...]

„Koobko“, der Hauptact des Abends, machen Punk, vorwiegend mit deutschen, aber auch mal mit englischen Texten. Selbst haben sie ihre Mischung Pippilotta-Punk getauft. Eine Songschreiberhierarchie gibt es bei ihnen nicht, alle beteiligen sich an den Kompositionen.

Etwas deplatziert wirkt die Herzchendeko, die von der Decke hängt, aber, so versichern die Musiker, das sei keine Absicht. Mit Friede, Freude und Eierkuchen haben die vier nämlich wenig am Hut. Lieber wird der Finger in die Wunde gelegt: „Das Chaos brütet überall, doch Deutschland sucht den Superstar“ handelt von der Belanglosigkeit der Themen, die Medien und Menschen beschäftigen. Eine Zeile wie „Ihr funktioniert wie ein Theaterstück / Wie ein Drama mit viel Spott und viel Hohn“ ist an die Mächtigen adressiert, die sich inszenieren. Titel des Stückes: Rebellion.

Aber auch witzige Texte haben „Koobko“ drauf. Wenn Jan singt „Ich will eine Gummipuppe“, ist das ein eingängiger Partysong, der für Stimmung sorgt. Das Publikum ist klein, aber fein und begeisterungsfähig. Es beweist, wie viele Leute mindestens für Stagediving nötig sind.[...]Koobko ist schöner Punkrock - direkt, brachial und rotzig, aber lange nicht so simpel aufgebaut, wie es klingt. Hinter den Songs, die so geradeheraus klingen, steckt jede Menge Experimentierfreude. Teilweise arbeitet die Band mit zweistimmigem Gesang, die Gitarrenarbeit ist sauber und ausgefeilt. Schwächen zeigen sich lediglich in der Abmischung des Gesangsmikrofons. Eine punkige Coverversion von den „Moorsoldaten“ kehrt die melancholische Grundstimmung des Liedes in eine widerständige. Immer wieder gerne gehört ist der Punkstandard „Rote Zora“ und „Whisky in the Jar“ in der Hochgeschwindigkeitsfassung.

Die nette kleine Party mit „Koobko“ geht nicht ohne eine Zugabe zu Ende. Nochmals erklingt „Deutschland sucht den Superstar“. Wer Interesse an Koobko hat: Der nächste Auftritt ist am 18. März im Musikheim des Musikvereins Wendlingen in der Austraße.

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und noch einer: NTZ, 22.11.2005
   139 K
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Und ein echter Verriß: Pankerknacker xx/2005

koobko

"hüddn-dreck" (www.koobko.de)

melancholischer, depressiver punkrock mit desillusionierten, politischen texten. rgendwie wirkt das ganze sowohl musikalisch als auch textlich irgendwie...unausgegoren. engagierte sachen klar, aber das ist halt einfach noch nicht alles. sagen wir mal so: ich würde lieber einem der bandmitglieder ein bier zahlen, als ihm diese cd abzukaufen. das ganze ist eigenregie veröffentlicht worden, was natürlich immer lobenswert ist (also wer ein herz hat, soll sie sich trotz meiner scheissreview holen [mani]

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Flutsch sagt: "so um das zu ergänzen: mani hört quasi nur englischen punkrock, vornehmlich 77style UND mani hat noch nie irgend ein bier ausgegeben [...]"

D.A.S Matze sagt: "Ha, das ist fast so gut wie "Matze, du verschleuderst dein Talent..." - who the fuck is Mani? Wo wohnt der und wo ist seine Lieblingskneipe? Zwecks dem Bier :-) nicht um ihm die fresse...wobei, eigentlich finde ich es ganz nett, wenn jemand unsere mucke immernoch so gut findet, dass er uns unbedingt ein bier ausgeben mag - was will man mehr?! ...scheiss das huhn drauf...achso, soll ich das review auf die homepage packen?"

hier als schmankerl eine review zu oxidation aus kirchheim - zufällig in derselben ausgabe zu finden:

oxidation

"ruhestörung" noisegate produktion

der titel ist programm. ein demo hätte es in dem stadium der band aus dem schwabenländle auch getan. ab un zu durchblitzender humor hin oder her. heutzutage muss ja unbedingt eine cd nach der anderen produziert werden

[knack]

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Dienstag, 22.12.2037
- 22:00: Seniorenresidenz Römerkastell, Denkendorf,